Auf dem Land lernt es sich gut!

Ein Vergleich der Lernbedingungen zwischen Stadt und Land zeigt, dass Regionen des verdichteten und ländlichen Umlands sowie des ländlichen Raums in vielen Fällen bessere Werte aufweisen als Großstädte.

Grafik zu den Ergebnissen

Ein deutlicher Vorsprung ländlicher Regionen zeigt sich vor allem beim „Sozialen Lernen“. Dieses Ergebnis ist insbesondere auf ein höheres soziales Engagement zurückzuführen, das in der ländlichen Fläche stärker verbreitet ist als in städtischen Gebieten. In ländlichen Regionen ersetzt freiwilliges soziales Engagement oftmals ein fehlendes institutionelles oder kommerzielles Angebot, leistet aber gerade deswegen einen relevanten Beitrag zur gesellschaftlichen Lebensqualität.

Aber auch beim „Beruflichen Lernen“ erreichen ländliche Gebiete und insbesondere die verdichteten Ränder der Ballungsräume mitunter gute Ergebnisse. Zum einen scheint hier in vielen Fällen die Versorgung mit Ausbildungsplätzen besser zu sein, zum anderen gelingt es offenkundig gerade ländlichen Regionen erfolgreicher und schneller, Arbeitslose oder durch Arbeitslosigkeit bedrohte Personen durch Weiterbildung in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Im Gegensatz dazu scheinen – sofern man einen Arbeitsplatz hat – die informellen Lernbedingungen bei der Arbeit in größeren Städten förderlicher zu sein als auf dem Land.

Im Bereich des „Persönlichen Lernens“ fallen die ländlichen Regionen hinter die Großstädte zurück, da vor allem diese über ein deutlich größeres Angebot und einen besseren Zugang zu kultureller Bildung sowie zu entsprechender IT-Infrastruktur (Internet-Breitbandversorgung) verfügen. Hiervon können jedoch in vielen Fällen auch angrenzende Regionen des verdichteten Umlands profitieren.

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